Haus Walter
Frankfurt/Fechenheim

Martin-Elsaesser-Plakette 2013, Auszeichnung vorbildlicher Bauten im Land Hessen 2014

Das kleine Wohnhaus, das wie eine Raumschale in einem heterogenen Gebiet in Frankfurt steht, hat eine Länge von 20 m und eine Breite von 3,2 m an der engsten Stelle – die Besonderheit des sehr schmalen, aber langen Grundstücks am alten Fechenheimer Bahnhof. Das renovierungsbedürftige Bahnhofsgebäude mit Restaurant und die vielen kleinteiligen Gewerbetreibenden machen den Charme des Viertels aus.

Zu dieser Szenerie ist das Wohnhaus mit einer langen, geschlossenen Seite ausgerichtet, die nur durch einen Schlitz mit dem Außenraum kommuniziert. Eine große Glasscheibe ist dem Platz oder dem Garten zugewandt.

Ein split level erlaubt trotz der röhrenhaften Gestalt ein großzügiges Raumkontinuum. Drei Räume sind über einen Luftraum miteinander verbunden und lassen Blickbeziehungen und Lichteinfälle zu. Das Bad ist als Kern in der Mitte des Gebäudes angeordnet und über eine Glasscheibe natürlich belichtet – es kann visuell Teil des Luftraums werden.

Im Rückbereich des Hauses ist das Erdgeschoss in Form einer Schublade herausgezogen und bildet eine Terrasse. Der haushohe Vorhang ermöglicht Rückzug und Privatheit.